Pflege deiner Tourenausrüstung

Rein in den Schuppen und schnell Tür zu! Natürlich wäre das die leichteste Methode, Material wie Skier und Co. zwischen den Touren aufzubewahren. Manch einer lässt es vielleicht sogar einfach nur im Auto. Aber: Ist das so gut für die Ausrüstung? Ihr ahnt schon die Antwort – natürlich nicht. An sich sind Ski, Schuhe und Zubehör pflegeleicht. Aber ein bisschen Wartung und Aufmerksamkeit sollten sie doch erhalten – das erhöht ihre Lebensdauer nämlich ungemein und sorgt dafür, dass Du stets sicher am Berg unterwegs bist. Hier ein paar Tipps.

Pflege und Aufbewahrung der Ski

Der größte Feind Deiner Skier: Feuchtigkeit. Damit die Kanten nicht korrodieren, solltest Du sie nach jedem Gebrauch mit einem Lappen abtrocknen. Denn rostige Kanten vermindern den Kantengriff und somit Dein Fahrverhalten. Prüfe regelmäßig den Zustand des Belags und der Kanten. Tipp: Besorge Dir dein eigenes Skipflege-Set. So sparst Du auf lange Sicht viel Geld. Da Industriemaschinen sehr viel Substanz von den Kanten abtragen, ist es auch die schonendere Methode für Deine Ski.

Pflege und Aufbewahrung der Schuhe

Die schlechte Nachricht zuerst: Egal, wie sorgsam Du mit ihnen umgehst, Deine Schuhe haben eine begrenzte Lebensdauer von ca. zehn Jahren. Denn die Weichmacher, die im Plastik enthalten sind, verflüchtigen sich mit der Zeit. Das macht Deinen Schuh hart. Verstärkt wird dieser Effekt übrigens noch durch UV-Strahlung, also solltest Du Deine Schuh möglichst lichtdicht verpackt einlagern. Vorher solltest Du den Schuh natürlich auch gründlich trocknen (wenn möglich, nimm dazu den Innenschuh heraus) und die Schnallen locker verschließen. So behält er seine Form.

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Fellpflege

Zunächst gilt: Was für ein Fell hast Du? Der Klassiker sind Klebefelle mit einem auf der Unterseite aufgebrachten Schmelzkleber. Eine neuere Methodik ist die Adhäsion, die eine Verbindung auf molekularer Ebene schafft. Da dieses Prinzip jedoch (noch) anfällig ist, vor allem gegenüber Temperaturschwankungen, gibt es auch noch eine dritte Variante, die  Adhäsionstechnik mit klassischem Kleber verbindet. Diese Kombifelle nennen sich Hybridfell.

Egal, welche Klebetechnologie Du hast: Imprägniere Dein Fell regelmäßig mit einem speziellen Spray oder Wachs gegen Feuchtigkeit. So verhinderst Du lästiges Aufstollen oder eine Beeinträchtigung der Haftung. Bei ausgefransten Rändern kannst Du die Fransen vorsichtig mit einer Nagelschere entfernen und den Rand anschließend mit einem Feuerzeug, das Du entlang der Kante führst, versiegeln.

a) Hybridfelle: Pflege und Aufbewahrung

Hybridfelle geben nicht in Sachen Klebekraft nach. Zur Reaktivierung der Klebeleistung genügt es, sie regelmäßig zu reinigen und eventuelle Verschmutzungen, Staub oder Wachsreste zu entfernen. Zur Reinigung sollte ein spezielles, vom Hersteller empfohlenes Spray verwendet werden – zum Beispiel das Contour Hybrid Cleaning Spray. Wie es gemacht wird, siehst Du hier:

https://www.youtube.com/watch?time_continue=63&v=H0dHhPt-BdE&feature=emb_logo

Anschließend das Fell gut trocknen lassen. Zur Aufbewahrung das Fell mit geschützter Klebefläche in einem Beutel verstauen.

b) Klebefelle: Pflege, Aufbewahrung und Erneuerung der Klebefläche

Die Felle sollten nach der Tour möglichst bei Zimmertemperatur (nicht am Ofen und nicht auf der Heizung!) getrocknet werden. Anschließend mit geschützter Klebefläche in einem Beutel verstauen. Als Schutz für die Klebefläche empfiehlt sich ein Trenn-Netz oder eine Abdeckfolie. Das schützt auch vor dem Austrocknen. Klebefelle geben leider nach einer gewissen Zeit in Sachen Klebekraft nach. Bei nachlassender Haftung ist es notwendig, die Klebefläche zu erneuern. Viele Fellhersteller bieten Kleber und Klebertransferfolien an. Diese können gemäß der Gebrauchsanleitung auf die Klebefläche aufgebracht werden. Hier ein informatives Video von Contour zur Erneuerung der Klebefläche:  

https://www.youtube.com/watch?time_continue=38&v=3wE3EfmTMGI&feature=emb_logo

Lawinenverschüttetensuchgerät

Es ist das Herzstück Deiner Sicherheitsausrüstung. Das Mit-sich-Führen eines LVS sollte bei Touren im Gelände Pflicht sein, es kann nicht nur Dein Leben, sondern auch das anderer im Falle eines Lawinenabgangs retten. Zur fachgemäßen Wartung sollten über den Sommer die Batterien entfernt werden (sie können nämlich auslaufen). Für die neue Saison sollten dann auch neue, unbenutzte Batterien eingesetzt werden. Und völlig klar: Bevor Du Dich auf Tour begibst, schalte das Gerät ein, um Dich zu vergewissern, dass es noch ordnungsgemäß funktioniert.

Lawinenschaufel und Sonde

Schaufel und Sonde haben eine vom Hersteller maximal angegebene Lebensdauer. Sie sollten regelmäßig, vor allem aber zum Start in die Wintersaison, überprüft werden.

Fotos: © Paul Jeglic
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